Landesgartenschau Wernigerode 2006

Landschaftsarchitektonischer Realisierungswettbewerb
3. Preis

mit Schutte Architekten, Wuppertal


Wernigerode, eine Kreisstadt mit 35.000 Einwohnern am Fuß des Harzes, ist Ausrichter der 2. Landesgartenschau Sachsen-Anhalt. Das ca. 45ha große Wettbewerbsgebiet im Norden der Stadt liegt ca. 1000m von der historischen Altstadt entfernt. Dominiert wird es von einer Teichkette historischer Fischteiche, die sich in einem heterogenen städtebaulichen Kontext aus Gewerbegebieten, Großsiedlungen und fragmentarischen Landschaftselementen befinden.
Für die Teichkette ist ein langfristig tragfähiges Entwicklungsleitbild für einen zusammenhängenden Erholungs- und Freizeitbereich zu entwickeln, welches die ökologisch wertvollen und unter Schutz stehenden Teilräume integriert.
Zusätzlich ist eine städtebauliche Neustrukturierung von Transformationsflächen gefordert.

Konzept
Die Teichkette zwischen Harzkulisse im Westen und freier Landschaft im Osten bildet mit den neuen Flächen ein vom Wasser dominiertes Parkband. Das Potential der Teichabfolge wird aufgegriffen und durch gärtnerisch gestaltete Bereiche, die als Verbindungsglieder agieren, erschlossen. Diese Elemente interpretieren, entsprechend ihrer Lage und Funktion, verschiedene gärtnerische Themen, die diese Orte auch in der Nachnutzung charakterisieren.
Das Hauptelement, eine Blumenkaskade aus terrassenartig angelegten Beeten, folgt dem Gelände vom höchsten Punkt am Schreiberteich hinunter zum Wasserniveau am Kurtsteich. Ein leichtes Verkippen aus der Horizontalen verstärkt die talseitige Bewegung. Ein Blütenrauschen begleitet während der Gartenschau den Weg. In der Nachnutzung entsteht hier die Hauptattraktion für den Parkbesuch ein Gräser- und Blumengarten
Der Weiße Garten an der Mahn- und Gedenkstätte vergrößert den Raum der Gedenkstätte bis zum Köhlerteich. Die Farbe Weiß des Magnolienhains und der Frühjahrsblüher dominiert diesen ruhigen und würdevollen Ort.
Die Stadtgärten, während der Gartenschau ein Band von Musterkleingärten, und ein späteres Parkband bilden einen Puffer zwischen den geschützten Bereichen am Südostufer und den städtischen Entwicklungsbereichen.

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