- Spiellandschaft Stadtgarten Biesdorf
- Deutscher SPIELRAUM-Preis 2017
- Internationale Gartenkabinette IGA Berlin 2017
- Bildungs- und Forschungsmeile Lemgo-Lüttfeld
- Karakorum - Erschließung und Sicherung der historischen Anlagen
- Freie Grundschule Pfefferwerk, Berlin
- Spielplatz am Striemelsberg, Waltershausen
- Außenanlagen Science Park Center, Kassel
- Spielerlebniswelt Echsenland, Rathenow
- Gedenk- und Informationsort T4, Berlin
- Donauspiel Spielplatz, Deggendorf
- Weidenversteck Spielplatz, Deggendorf
- Landesgartenschau Deggendorf 2014
- Studentenwohnheim, Berlin-Eichkamp
- Spielplatz Hütten und Paläste, Hamburg
- Kurpark Fontänengarten und Generationenpark, Bad Soden-Salmünster
- Bundesgartenschau Koblenz 2011 Themengarten "Wasser und Wellness"
- Arena in der Salz, Bad Soden-Salmünster
- Landesgartenschau Bad Nauheim 2010
- Platz an der Alten Wäscherei, Bad Nauheim
- Außenanlagen Max-Planck-Institut, Bad Nauheim
- Dokumentationszentrum Zwangsarbeiterlager Schöneweide
- Grünanlagen am Lindenufer, Berlin
- Möbelhaus Kinnarps, Ratingen
- Außenanlagen Schumannstraße 17, Berlin
- Hans-Baluschek-Park
- Backfabrik - Hof 2 und 3, Berlin
k1 Landschaftsarchitekten / Florian Mänz zusammen mit dem Deutschen Archäologischen Institut
Fertigstellung: | 2015 |
Die seit 2000 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und des mongolischen Staatspräsidenten laufenden Ausgrabungen in der altmongolischen Hauptstadt haben das hergebrachte Bild von Karakorum grund- legend revidiert. So repräsentiert die große von seinem ersten Ausgräber Sergej Kiselev (1949) als Palast des Ögedei identifizierte Säulenhalle im Südwesten Karakorums nachweislich nicht den Palast , sondern einen großen buddhistischen Tempel des 13. und 14.Jahrhunderts. Der Palast hingegen lag vermutlich innerhalb des Klosters Erdene zuu.
Die Große Halle stellt eines der größten Einzelgebäude des mittelalterlichen Karakorum, der Stadt Dschingis Khans aus dem 13. Jahrhundert, dar. Das auf einem künstlichen Podium errichtete, 38 x 38 m große Gebäude wurde in den Jahren 2001-2004 vollständig ergraben. Die Gestaltung des Gebäudeinneren mit 64 Granitsäulenbasen sowie das Fundmaterial, u. a. Statuenfragmente und Weihgaben eindeutig buddhistischen Ursprungs, weisen auf einen buddhistischen Tempel hin, dessen bauliche Umsetzung sowohl von chinesischen als auch tibetischen Elementen geprägt wurde.
>Die Lage Karakorums unmittelbar an der ständig wachsenden modernen Stadt Harhorin und nicht zuletzt die extremen Witterungsverhältnisse in der mongolischen Steppe machen nachhaltige Schutzmaßnahmen am Befund notwendig. Während die Erforschung von reiternomadischen Siedlungen, wie beispielsweise Karakorum, in der zentralasiatischen Archäologie mittlerweile stärker in den Fokus rückt, sind die Strukturen der Stadtruine, die teilweise monumentale Baukomplexe wie die Große Halle umfassen, für den heutigen Besucher Karakorums nur noch zu erahnen.
Als ein zentraler Ort der (Gründungs-)geschichte des Mongolischen Reiches stellen die Stadtwüstung und auch das südlich daran angrenzende Kloster Erdene Zuu aus dem 16. Jahrhundert sowohl für mongolische als auch für ausländische Touristen beliebte Sehenswürdigkeiten dar. Um die Geschichte am konkreten Befund erfahrbar zu machen, wurde die Tempelplattform für Besucher zugänglich gemacht. Informationstafeln vor Ort sowie eine digitale Rekonstruktion des Bauvorganges und der Gebäudegestaltung im benachbarten Kharakhorum Museum geben Aufschluss über historischen Kontext und archäologische Arbeiten.
Am 16. Oktober 2015 wurde die restaurierte Große Halle von Karakorum feierlich eröffnet!>